Der Comic-Culture-Verlag on the road
Der Comic-Culture-Verlag on the road
oder: der Bericht zur Leipziger Buchmesse aus dem Blickwinkel eines Neuverlegers
Die Leipziger Buchmesse ist nun vorbei und langsam kommen wir zur Ruhe. Das waren für den neuen, kleinen Verlag recht aufregende neue Zeiten, sowohl Künstler als auch Verkäufer wurden bis an die Grenzen gefordert. Warum wollt Ihr wissen?
Nun gut, hier unser LBM Programm:
Mittwoch:
Der Aufbau-Tag. Ware musste reingeholt, ausgepackt und schön platziert werden.
Donnerstag:
Es war ein großer Augenblick, neben dem Verkauf, der dankbarer weise von Chrissy, sonst zuständig für Versand und Rechnungswesen, übernommen wurde, als wir zum Focus Hörbuchcafe unterwegs waren. Dort wurde Daniels und Olivers Hörspiel „Alina Fox Meisterdiebin Tödlicher Kristall“ das erste Mal in der Endfassung vorgeführt.
Wir waren uns einig, dass das Hörspiel gut war, aber wir alle konnten uns ein gewisses Bauchkribbeln nicht absprechen. Leider waren nur recht wenig Leute da, als Daniel und Oliver begannen, doch zu unserer Freude blieben diese bis zu Schluss und sie waren auch mit dem Ergebnis unserer Arbeit zufrieden.
Danach musste ich zum Stand zurück und machte einige Mappensichtungen, dabei soll gesagt sein, dass die Qualität der Künstler, die sich beworben haben, recht gut war.
Freitag:
Der Tag begann mit einem Interview auf dem Schwarzen Sofa. Marika und der Chef von K-Press. Das Thema lautete: „Wie wird man Mangaka in Deutschland?“.
Das Interview war recht gut besucht und es kamen einige Nachfragen aus dem Publikum.
Kurz darauf, um 12 Uhr, waren wir im Jugendbuchforum verabredet, dort sollte Pu Bea ihren Roman „Dance with me“, mit einem Cover von Benjamin, vorstellen.
Leider auch hier das Phänomen, dass nur wenige Besucher da waren, aber diese haben wir dann wirklich überzeugen können. Von hier aus nochmals einen Dank an Leen, die uns trotz Krankheit einen tollen Ersatz besorgt hat, der auch sehr gekonnt eingesprungen ist.
Danach war wieder am Stand Mappensichtungen und Sponsorengespräche bis 14.30 Uhr.
Dann waren Daniel und Guido auf dem Sofa. Das Thema: „Wie
wird man Zeichner in Deutschland - und von was leben diese dann?“.
Nachdem das dann geklärt war, hatten wir noch eine kleine Podiumsdiskussion mit den Gästen und kurz darauf ging es schon wieder ab in Richtung Comic-Culture-Verlag-Stand.
Samstag:
Keine Interviews und kein Schwarzes Sofa, aber tausende Iji und Maca Fans! Alle wollten unsere Tassen und wir kamen kaum mit dem Signieren und Verkaufen nach!
Sonntag:
Früh um 10 Uhr waren Sabrina und Marika gebucht auf dem Schwarzen Sofa, dabei ging es dann um das Thema: „Von der Skizze zur druckfertigen Seite“, was muss man beachten und was ist dabei für andere wichtig. Neben einem kleinen Fanclub hatte sich eine Vielzahl an Frühaufstehern versammelt, um die beiden beim Vortrag zu begleiten.
Am Ende waren auch einige interessante Fragen aus dem Publikum, die dann das Bild abrundeten.
18 Uhr: Ende der Veranstaltung, Beginn des Abbau-Stresses.
Neben dem Standabbau und dem Verladen mussten wir das ganze ja auch wieder nach Berlin bringen. Wir fuhren so ca. gegen 20 Uhr ab und kamen gegen 22 Uhr in Berlin an. Nach dem Entladen und Verteilen auf die einzelnen Keller konnte ich mich dem Bett gegen 24 Uhr nähern mit dem Gedanken: Man, der Wagen ist immer noch nicht leer, und es kommen noch Sachen aus den Kellern anderer.
Ihr seht, so ein Kleinverleger hat nicht nur Geld zählen, sondern auch vieles andere im Kopf.
Aber es hat Spaß gemacht und ich möchte es um nichts in der Welt missen!
Euer CCVTeam